#Datenschutz #Klage #Meta #Schadenersatz
15.12.2025
Der Meta-Konzern (u.a. Facebook, Instagram, WhatsApp), der bereits mehrfach wegen Datenschutzverstößen in der EU zu hohen Bußgeldern verurteilt wurde, sieht sich in Deutschland mit einer neuen juristischen Qualität der Auseinandersetzung konfrontiert. Der Verbraucherschutzverein VSV hat eine Sammelklage auf Schadensersatz gegen den Konzern eingereicht.
Verfahren und Vorwürfe: Grundlage ist die seit 2023 in Deutschland zulässige "Abhilfeklage", die es ermöglicht, Ansprüche geschädigter Verbraucher kollektiv statt in Einzelverfahren durchzusetzen. Kern des Vorwurfs ist das weitreichende Tracking von Nutzern durch Meta über externe Webseiten und Apps hinweg mittels Tracking-Codes. Die Kläger argumentieren, dass Meta dabei Daten wie IP-Adressen, angesehene Produkte und Bewegungsprofile abgreift – oft ohne wirksame Einwilligung (z.B. durch unübersichtliche Cookie-Banner) und auch von Personen, die keine Meta-Plattformen nutzen. Es wird vermutet, dass diese Daten in die USA transferiert werden, um detaillierte digitale "Steckbriefe" zu erstellen, was Datenschutzexperten als klaren DSGVO-Verstoß werten.
Reaktion und Ausblick: Meta weist die Vorwürfe zurück und gibt an, Daten lediglich aus Sicherheits- und Integritätsgründen zu verarbeiten; zudem verweist der Konzern auf abgewiesene Einzelklagen in der Vergangenheit. Das aktuelle Verfahren gilt als einzigartiger Präzedenzfall für das neue Instrument der Abhilfeklage in Deutschland. Beobachter räumen der Klage Erfolgschancen ein, erwarten jedoch ein jahrelanges Verfahren bis hin zum Bundesgerichtshof. Abhängig von der Teilnehmerzahl könnte der Streitwert Milliardenhöhe erreichen und damit ein signifikantes finanzielles Risiko für Meta darstellen.
Meine Meinung dazu: Es wird Zeit, dass die US-Unternehmen sich nach Ihren Kunden richten und nicht umgekehrt. Seit über 3 Jahren liegt eine Anfrage von mir im Rahmen eines Projektes bei Meta Ireland vor. Bis heute erfolgte keine Reaktion. Auch ist das Risiko für Unternehmen im Einsatz von Apps aus dem Metaverse, dass Daten verloren gehen und so finanz-steuerliche Aspekte z.B. der Abgabenordnung (AO) nicht erfüllt werden. Hier gibt es Alternativen, die risikofreier und sichereren Support gewährleisten.
Quelle: Bild / Zusammenfassung Gemini / redaktionell überarbeitet von www.b-in.de